Bauland-Verbreitung / Bodenmarkt

Das Vorhandensein von Baulandreserven lässt sich nicht generell beantworten. Der Baulandvorrat ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden und hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Mass der Umzonung von Kulturland oder übrigem Gemeindegebiet in die Bauzone
  • Mass der zur Umnutzung auf den Markt gelangenden Industriebrachen, abhängig von der Marktabsorption und der Kosten-/Preisrelation
  • Makrolage der Standortgemeinde und Verkehrsanbindung
  • Mass der Bautätigkeit in jüngster Vergangenheit
  • etc.

Gemäss Fachmeinungen sind die Bauzonenkapazitäten in der Schweiz, gemessen am fünfzehnjährigen Bedarf (Raumplanungshorizont), zu gross. Bei Bauland an weniger zentralen Lagen besteht immer das Risiko, dass die Behörden kompensationsweise dort, wo wegen Untätigkeit des Eigentümers keine Entschädigungen infolge materieller Enteignung zu entrichten sind, Um- oder Rückzonungen in die Landwirtschaftszone oder Landschaftsschutzzone vornehmen, um bauwilligen Eigentümern und Zuzügern die Bautätigkeit zu ermöglichen, ohne dass dadurch eine Flächenexpansion oder Zersiedelung stattfindet. Bei Baulandhortung gewärtigt der Baulandeigentümer Zustands- und Finanzrisiken.

Weiterführende Literatur

  • ZÜRCHER KANTONALBANK, Wertvoller Boden – Die Funktionsweise des Bodenmarktes im Kanton Zürich, Zürich Mai 2008, 68 Seiten

Weiterführende Informationen

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